Münsterkirche Innen a - Foto Johannes Beer

Kirche der Gemeinde „Herford-Mitte“ im Herforder Stadtzentrum

Herforder Münsterkirche St. Marien und Pusinna
Die Münsterkirche ist die älteste und größte Kirche der Stadt Herford. 789 gründete Waltger, ein sächsischer Edelmann, auf seinem Grund und Boden mitten im heidnischen Kerngebiet eine „Gemeinschaft zu Ehren der heiligen Gottesgebärerin“. Damit legte er zugleich den Grundstock für die Kirchengemeinde und die Stadt Herford. Der erste Kirchbau in Herford ist aus Holz gewesen. In den zwanziger Jahren des neunten Jahrhundert werden die Holzbauten des Klosters und der Kirche durch Steinbauten ersetzt. Dieser Kirchsaalbau ist unter der heutigen Kirche in Resten nachweisbar. Zur selben Zeit unterstellt Waltger seine Gründung dem Schutz des Kaisers Ludwig des Frommen. Dies führt zu einer deutlichen Förderung und Ausstattung des Herforder Stifts. 860 erhält die Herforder Äbtissin Hedwig die Reliquien der heiligen Pusinna als Geschenk, die im fünften Jahrhundert in Binson als „gottgeweihte Jungfrau“ lebte. Sie wird Mitpatronin der Münsterkirche und Stadtpatronin. Die Bedeutung und die Ausstattung des Stiftes führen im neunten Jahrhundert zu einem Ausbau der Kirche zu einer dreischiffigen Basilika. 926 überfallen die Ungarn Herford. Kirche und Stift werden durch einen großen Brand zerstört. In der ersten Hälfte des zehnten Jahrhunderts wird die Kirche wieder aufgebaut und dann im 13. Jahrhundert durch die heutige Münsterkirche ersetzt.

 

Baugeschichte
Die erste Planung um 1220 sieht eine dreischiffige Basilika nach dem alten Vorbild vor. Aber bis zur Fertigstellung um 1250 wurde dies geändert. So entstand der erste deutsche Hallengroßbau. Die Münsterkirche ist ein dreischiffige Hallenkirche, die einzige in spätromanischen Bauformen, mit einem hervorgehobenem Querhaus, einer Nordquerhausempore und einen ehemals durch den Lettner, der um 1870 abgerissen wurde, abgetrennten Chorraum.

Heilige in Herford
Die sieben Sonnen an der Südseite der Kirche, vergoldete Kupferscheiben, erinnern an die Gründung des Christentums in Herford. Nach einer alten Legende legten sieben Sonnen auf das Gebet der Herforder hin den Sumpf trocken, so dass das Münster gebaut werden konnte. In der mittelalterlichen Bildsprache ist mit dem Sumpf das Heidentum gemeint und die Sonnen stehen dann für Christus und die für Herford zuständigen Heiligen: Maria, Pusinna, Waltger, Oswald, Kilian und Burghard.

Veränderungen
Das Kramergestühl, ehemals die Kapelle auf dem Beinhaus genannt, die Beichtkammer und das letzte Chorjoch sind gotische Ergänzungen. Der Turm wird erst 1490 vollendet und im 19. Jahrhundert verändert.

Lebendiger Glaube
Jede Zeit hat ihre Spuren im Münster hinterlassen. Immer wieder wurde die Ausstattung verändert und ergänzt. Jede Zeit hat ihre Münsterkirche geprägt, weil in ihr lebendiges Christentum gelebt und lebendiger Gottesdienst gefeiert wurde und wird. Diese Kirche von einzigartigem Rang ist bis heute als steingewordener Gottesdienst Heimat des lebendigen Gottesdienstes.

Herforder Münster https://de.wikipedia.org/wiki/Herforder_M%C3%BCnster

Das Herforder Münster / Münsterkirche

Öffnungszeiten Münsterkirche:

Mo – Sa 10-16 Uhr

Gemeindebüro:

Mo-Fr 9.30 – 12.00 und Do 15.00 -17.00

T: (05221) 15819

F: (05221) 109031

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